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Finsteres Glück
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Erscheint Ende August 2010
11. August 1999, totale Sonnenfinsternis. Eine fünfköpfige Familie fährt wie Tausende andere ins Elsass, wo das Naturschauspiel besonders gut zu sehen ist. Doch nur Yves, der jüngste Sohn, kehrt lebend von diesem Ausflug zurück. In der Nacht wird Eliane Hess, Psychologin und alleinerziehende Mutter, ins Krankenhaus gerufen: Der achtjährige Yves, wie durch ein Wunder unverletzt, steht unter Schock. In nervöser Hast erzählt er und erzählt - nur vom Wesentlichen nicht. Was hat er vom Unfall mitbekommen? Ist sein Vater mit Absicht in die Tunnelwand gerast? Stück für Stück setzt sich für Eliane das Bild einer Familie zusammen, die mit offenen Augen auf die Katastrophe zusteuerte. Und immer schwieriger wird es für sie, professionelle Distanz zu wahren. Yves' Schicksal erschüttert und fasziniert sie - ähnlich wie seit ihrer Jugend der Isenheimer Altar, von dem es heißt, dass auf seiner ersten Tafel eine Sonnenfinsternis dargestellt ist. Als zwischen den Verwandten des Jungen ein Tauziehen um Yves' Zukunft beginnt, trifft Eliane eine unorthodoxe Entscheidung, die ihr eigenes Leben und das ihrer beiden Töchter aus der Bahn wirft.
Die ersten Sätze des Romans:
"Der Anruf kam nachts um halb elf. Millionen von Menschen hatten sich mittags geschwärzte Gläser vor die Augen gehalten. Sie wollten die Sonnenfinsternis sehen, die bei uns partiell war, im Elsass und in Süddeutschland aber total. Hunderttausende hatten, des wolkenverhangenen Himmels wegen, die schwarze Scheibe mit der flackernden Korona verpasst, nur das Dunkelwerden miterlebt, nächtliche Fahlheit zur Unzeit, das Verstummen der Vögel. Ich hatte mich in meinem Sprechzimmer nicht darum gekümmert, mittags einfach Licht gemacht und mich auf einen schwierigen Fall konzentriert: junge Frau mit Panikattacken, Missbrauchsverdacht, sie hatte helle Augen von milchiger Sanftheit, wie Aquamarin, aber da drang nichts mehr hinein, emotional blindness. Abends, in der Dämmerung, fuhr ich mit dem Fahrrad nach Hause, es regnete kaum spürbar, fadenfein, ich wich den nassen Tramschienen aus, die mich in der Vorwoche zu Fall gebracht hatten. Im türkischen Laden kaufte ich Tomaten, Auberginen, ein paar weiße Pfirsiche.
Alice war nicht zu Hause, sie flüchtete abends vor mir, kämpfte um jede Viertelstunde im Jugendtreff, als ginge es um Leben und Tod. Mit Sechzehnjährigen hat man's schwer, auch nach einem Vollstudium in Psychologie. Ein Zettel lag da: Um zehn bin ich zurück, garantiert! Helene hingegen, die ältere Schwester, Jurastudentin im dritten Semester, hatte sich bestimmt wieder in ihrer Mansarde vergraben. Sie verkörpert Vernunft und Disziplin auf manchmal unerträgliche Weise, fühlt sich angezogen von Gesetzesparagraphen. Über meine Töchter weiß ich fast nichts, ich habe mein ursprüngliches Wissen verlernt. Dass sie von verschiedenen Vätern stammen, kann niemand verleugnen, der sie genauer ansieht. Die Halbschwestern scheint es nicht zu stören, die Gluckengefühle haben sie mir ohnehin ausgetrieben."
Link: www.diogenes.ch
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Erster Grosser Literaturpreis von Stadt und Kanton Bern
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für Lukas Hartmanns Gesamtwerk
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Aus der Begründung der Jury:
"Mit der mit 30'000 Franken dotierten Auszeichnung würdigt die Jury Hartmanns reichhaltiges und zugleich in sich geschlossenes literarisches Werk, das minutiös recherchierte historische Stoffe packend und originell präsentiert."
Die Preisverleihung findet am 26. August 2010, um 20 Uhr, in der Aula des Progr Bern statt.
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Neuerscheinungen bei Diogenes
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Wieder greifbar als Taschenbuchausgaben sind die Romane
"Die Seuche" und "Pestalozzis Berg". Infos dazu über die Links weiter unten.
Ebenfalls neu herausgegeben hat Diogenes "Anna annA", das erste Kinderbuch von Lukas Hartmann aus dem Jahr 1984, dessen erfolgreiche Verfilmung zudem als DVD erhältlich ist.
Ein weiteres Kinderbuch, "So eine lange Nase" (Schweizer Jugendbuchpreis 1995), ist dieses Jahr in der gleichen Ausstattung erschienen. Mia Schmidt hat nach dieser Vorlage eine Kinderoper komponiert; sie wurde am 31. Januar 2010 am Opernhaus Hamburg uraufgeführt.
Für den Frühling 2011 ist die Veröffentlichung des neuen Kinderbuchs "All die verschwundenen Dinge", mit Illustrationen von Tatjana Hauptmann, geplant. Die Geschichte wird vorher in 15 Folgen auf Radio DRS 1 gesendet.
Link: Die Seuche, Roman Link: Pestalozzis Berg, Roman Link: Anna annA, Roman für Kinder
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Lesung am Literaturfestival Braunwald
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1. Juli, 14 Uhr 30, Hotel Bellevue
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Literaturfestival zu den Themen "Historische Figuren" und "Geschichten aus der eigenen Familie".
Lukas Hartmann und Alex Capus lesen aus ihren jüngsten historischen Romanen.
Moderation: Klara Obermüller.
Anschliessend Gespräch mit den Autoren, an dem auch Gabrielle Alioth teilnimmt, die bereits am Morgen um 11 Uhr liest.
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Lesung am Literaturfestival Bern
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Lesung in Hitzkirch
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17. September, 20 Uhr, Gemeindebibliothek
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Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zu James Cook und seinen Reisen liest Lukas Hartmann aus "Bis ans Ende der Meere", stellt aber auch seinen eben erschienenen Roman "Finsteres Glück" vor.
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Lesungen an den Brugger Literaturtagen
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Am Samstag, um 10 Uhr 15, liest Lukas Hartmann für Kinder und Eltern im Kulturhaus Odeon beim Bahnhof aus dem Manuskript "all die verschwundenen Dinge", um 17 Uhr 30, zusammen mit Anja Jardine, am gleichen Ort aus "Finsteres Glück".
Am Sonntag nimmt er, um 10 Uhr 30, im Salzhaus an einer Podiumsdiskussion mit allen beteiligten AutorInnen zum Thema "Literatur - eine andere Geschichte" teil.
Moderation: Christine Lötscher.
Link: Brugger Literaturtage
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Lesung in Sachseln
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22. September, 20 Uhr, bei Bücher Dillier
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Lukas Hartmann liest aus dem neuen Roman "Finsteres Glück".
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Lesung in Bischofszell
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24. September, 19 Uhr 30, Bistro zu Tisch
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Lukas Hartmann stellt seinen neuen Roman "Finsteres Glück" vor und gibt Auskunft über seine Arbeit als Schriftsteller.
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