Oft gestellte Fragen

Hier antworte ich auf Fragen, die mir von Kindern immer wieder gestellt werden.

Wenn du zum  Beispiel einen Vortrag über mich machen musst, dann lies zuerst hier nach, ob deine Fragen schon beantwortet sind. Schreibe mir bitte erst, wenn du keine brauchbaren Antworten gefunden hast.

Seit wann schreiben Sie Bücher?

Schon sehr lange. Das erste schrieb ich mit einundzwanzig Jahren, 1965. Es wurde aber nie gedruckt, denn alle Verlage schickten mir das Manuskript zurück, und ich war so enttäuscht, dass ich dachte, aus mir werde doch kein Schriftsteller. Wisst ihr, wo dieses Buch schliesslich landete? Im Papierkorb. Ich gab aber meinen Traum nicht auf und versuchte es mit einem zweiten und einem dritten Manuskript. Beim dritten klappte es endlich.

Wollten Sie schon als kleines Kind Schriftsteller werden?

Nein, da wollte ich Lokomotivführer oder Grosswildjäger werden. Erst etwa in der sechsten Klasse packte mich die Lust am Geschichtenschreiben. Von da an war Schriftsteller mein Traumberuf, und es verblüffte mich, als ich herausfand, dass es dafür gar keine Berufslehre und auch kein spezielles Studium gibt. Die erste Geschichte, mit der ich ein Schulheft füllte, handelte von einem Schiffsuntergang. Die zeigte ich aber niemandem, weil ich dachte, man werde mich deswegen auslachen.

Wann veröffentlichten Sie Ihr erstes Buch und wie hiess es?

Es war ein Buch für Erwachsene, es hiess "Madeleine, Martha und Pia - Protokolle vom Rand" und erschien 1975. Ich habe darin eigene Erlebnisse verarbeitet und zum Beispiel erzählt, wie es mir mit einer alkoholsüchtigen jungen Frau erging, die wir damals bei uns aufnahmen. Die mittlere der drei Geschichten handelt von meiner Grossmutter, die es als Verdingkind sehr schwer hatte.

Was mögen Sie an Ihrem Beruf?

Ich habe mein liebstes Hobby, das Schreiben, zum Beruf gemacht. Ich kann am Schreibtisch eigene Welten erfinden, mich in sie hineinversetzen, Figuren für mich lebendig werden lassen. Dazu bin ich mein eigener Chef und kann meine Zeit selbst einteilen. Ich mag aber auch den Kontakt mit meinen Lesern und Leserinnen, ob sie nun gross oder klein sind; sie regen mich immer wieder dazu an, neue Bücher zu schreiben.

Woher nehmen Sie Ihre Ideen für Ihre Bücher?

Das ist schwer zu beschreiben. Oft sind sie einfach da, sie überraschen mich an ungewöhnlichen Orten, beim Kochen, auf Spaziergängen, auf dem Klo. Oder sie fallen mir ein, wenn ich in die gespannten Gesichter von Kindern blicke; dann gelingt es mir manchmal, eine Geschichte zu improvisieren, die so gut ist, dass ich sie später aufschreibe. Am Schreibtisch versuche ich manchmal in wachem Zustand zu träumen, alle Ideen, auch die verrücktesten und scheinbar unmöglichen, zuzulassen; dann weiss ich plötzlich wieder, wie ich weiterfahren kann.

Wie viele Bücher haben Sie geschrieben?

Für Kinder bisher neun, für Erwachsene vierzehn.

Wie dick ist ihr dickstes Buch?

Es ist eines für Erwachsene und hat fast vierhundert Seiten. Das dickste Kinderbuch ist der Timi Donner mit zweihundertfünfzig Seiten. Und wenn wir gerade bei Zahlen sind: Ich bin 1 m 82 cm gross, 78 kg schwer und habe noch 32479 Haare.

Welches Buch ist Ihr Lieblingsbuch?

Von den eigenen Kinderbüchern? Das ist wohl "Die wilde Sophie". Aber ihr meint vielleicht die Bücher von anderen. Da habe ich nicht nur einen Favoriten. Am besten gefallen mir die Kinderbücher von Erich Kästner und Astrid Lindgren. Unter den Bücher für Erwachsene gibt es einen dicken Roman, der mich unglaublich beeindruckt hat. Das ist "Krieg und Frieden" von Leo Tolstoi.

Haben Sie ein Idol?

Ich bewundere Menschen, die mit Gewaltlosigkeit viel erreicht habe, zum Beispiel Mahatma Gandhi und Nelson Mandela.

In welchem Jahr haben Sie am meisten Bücher geschrieben und wie viel waren das?

Ich schreibe nie mehr als ein Buch pro Jahr. Manchmal brauche ich auch länger; das kommt daher, dass ich meistens nicht mit der ersten Fassung zufrieden und den Text mehrmals überarbeite oder sogar umschreibe.

Machen Sie viele Autorenlesungen?

Ja, etwa siebzig bis achtzig pro Jahr.

Besuchen Sie gerne Schulklassen?

Meistens sehr gerne. Es kommt natürlich darauf, wie gut vorbereitet und wie aufmerksam die Schüler(innen) sind.

Wie viele Kinder haben sie?

Drei, zwei Töchter und einen Sohn (Anna, Seraina, Jonas). Sie sind alle schon erwachsen. Für sie habe ich aber ursprünglich meine Kindergeschichten erfunden.

Was tun Sie, wenn Sie nicht schreiben?

Ich atme, esse und denke nach. Und ich lese viel, auch Bücher von Kollegen und Kolleginnen. Ich spiele Geige und Klavier. Ich koche, am liebsten indisch und italienisch. Ich putze und bügle Hemden. Ich bewege mich oft in der Natur, im Wald und in den Bergen. Ich reise gerne und war schon mehrmals in Afrika und in Asien.